Madras Curry

Ich liebe seit langem die indische Küche. Kennengelernt habe ich sie in Amsterdam. In der wundervollen Stadt „musste“ ich vor 14 Jahren mal acht Monate arbeiten. Und da in diesem Projekt auch Inder waren, sind wir als Team Abends oft sehr oft zum Inder Essen gegangen. Damals habe ich gemerkt, dass meine indischen Kollegen nur indisch Essen gehen und eher nicht experimentierfreudig sind.

Eines meiner Lieblingsessen wurde Lamm-Madras. Ein wunderbar aromatisch und scharfer Lammeintopf, zu dem ich Biryani Reis bevorzuge.

Nachkommen funktionierte aber nur bedingt. Es schmeckte einfach immer anders, egal welches Rezept ich ausprobierte. Bis ich auf das Kochbuch „Indische Currys“ von Camelli Panjabi gestoßen bin. Das Madras Curry Rezept aus Tamil Nadu auf Seite 86 ist der Hammer.

Allerdings ist es extrem aufwändig, da die Herstellung der Gewürzpaste aus 13 verschiedenen frischen und getrockneten Gewürzen bereits sehr lange dauert. Und wegen der frischen Zutaten ist sie auch nicht lange haltbar und muss jedesmal aufs Neue hergestellt werden.

Nun gebe ich mich mit so einer Einschränkung nicht schnell zufrieden. Ich habe lange experimentiert und nun endlich die trockene Gewürzmischung gefunden, um Madras Curry ohne lange Vorbereitung kochen zu können.

Sie besteht aus Pfeffer, Nelken, Fenchel, Kreuzkümmel, Ingwer, Chilies, Mohn, Zimt, Knoblauch, Koriander und Paprika.

Verwendet wird sie wie jede Gewürzmischung auch. Das Fleisch wird scharf angebraten und ein oder zwei Minuten bevor die feuchten Zutaten dazukommen untergemischt und kurz bei nicht mehr so starker Hitze mit schmoren gelassen. Oder aber sie wird kurz vor Garende noch in die Speisen getan.

Ein Rezept für das oben erwähnte Madras Curry findet ihr unter Rezepte.

Smacznego (Guten Appetit auf polnisch)